Ökostrom-Anteil steigt 2020 erstmals auf über 50 Prozent!

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Laut einer erfreulichen Pressemitteilung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft(BDEW), hat der Anteil de erneuerbaren Energien (Ökostrom) im ersten Quartal 2020 die 50-Prozent-Grenze geknackt. Was die Gründe dafür sind, warum das keine sichere Prognose für das gesamte Jahr ist und weitere Fragen, beantwortet dieser Artikel.     

Höherer Anteil von Ökostrom im deutschen Gesamtverbrauch:

Der Gesamtstromverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland wird auch als Bruttoinlandsstromverbrauch bezeichnet. Dieser Strom wird(logischerweise) aus allen bekannten Energiequellen gewonnen— fossile, wie regenerative.

In den ersten Monaten dieses Jahres ist jedoch erstmals der Großteil des Gesamtverbrauchs in Deutschland auf erneuerbare Energien zurückzuführen. Genauer gesagt, sind circa 52 Prozent des verbrauchten Stroms sogenannter Ökostrom. Zum Ende des Vorjahres 2019, liegt dieser Wert noch bei 44, 4 Prozent. Das ist eine deutliche Steigerung. Doch woran liegt das?  

Das sind die Gründe für den Anstieg des Ökostrom-Anteils:

Laut dem BDEW in Baden-Württemberg sind die Gründe für diesen merklichen Anstieg ebenso vielfältig, wie außergewöhnlich. Zum einen sind im Jahr zuvor große Kohlekraftwerke, wie zum Beispiel das Gemeinschaftskraftwerk in Kiel oder das Heizkraftwerk Reuter in Berlin, vom Netz genommen worden, was natürlich einen Rückgang des Anteils der fossilen Energie zur Folge hat.

Gleichzeitig besteht, nach dem Erneuerbaren Energie Gesetz(EEG), ein garantierter Vorrang von erneuerbarer Energie bei der Netzeinspeisung. Auch die Natur trägt ihren Teil zur Nutzungssteigerung von regenerativen Energien bei, so ist der Monat Februar beispielsweise besonders windreich und der darauffolgende März überdurchschnittlich sonnig.

Natürlich ist auch der wirtschaftliche Shutdown, welcher zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in diese Zeit fällt, ein Grund für die Minimierung des Anteils der fossilen Energien, wie zum Beispiel Kohle und Erdgas.

Anzumerken ist an dieser Stelle noch, dass der Bruttoinlandsstromverbrauch im genannten Zeitraum um ein Prozent gesunken ist—im Vergleich zum Vorjahr. Das klingt zwar nicht viel, es handelt sich dabei allerdings um rund drei Milliarden kWh.

Welche Gründe für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien verantwortlich sind, haben wir nochmal kurz für Sie zusammengefasst:

  • Schließung von Kohlekraftwerken
  • vorrangige Netzeinspeisung von Ökostrom
  • besonders windreicher Februar
  • sehr sonniger März
  • Shutdown der Wirtschaft.   

Leider keine sichere Prognose für das Gesamtjahr 2020:

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Umstände lässt sich aus den Zahlen für das erste Quartal 2020 jedoch keine genaue Prognose für das Gesamtjahr erstellen.

Momentan ist der pandemiebedingte Shutdown in der Wirtschaft beispielsweise nicht gegeben, wie sich das auf die Jahresstatistik auswirkt, ist nicht vorhersehbar. Auch die Wetterverhältnisse sind ein unsicherer Faktor, der im Vorfeld schwer eingeschätzt werden kann.

Obwohl die Werte des ersten Quartals keine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr darstellen, lohnt sich gerade jetzt eine Investition in erneuerbare Energien, damit das gesteckte Ziel, also bis zum Jahr 2030 mindestens 65 Prozent des Stromverbrauchs aus regenerativen Quellen zu erzeugen, erreicht werden kann.  

Woraus wird erneuerbare Energie gewonnen?

Als erneuerbare, also regenerative, Energie zählt beispielsweise Strom, welcher aus natürlichen Ressourcen, wie Wind, Wasser und Sonne gewonnen wird. Auch Biomassekraftwerke produzieren grünen Ökostrom.

Doch wie genau funktioniert das? Im Grunde genauso, wie in einem konventionellen Kraftwerk: mithilfe einer Dampfturbine wird Strom erzeugt. Der Unterschied besteht darin, dass das verwendete Brennmaterial weder Öl, Kohle noch Gas ist, sondern eben Biomasse.

Als Biomasse gelten zum Beispiel Restprodukte aus der Landwirtschaft, der Fleischindustrie und der Gastronomie. Der biologische Brennstoff kann sowohl fest, als auch flüssig in den Kraftwerken verbrannt und so in Strom umgewandelt werden. Eine weitere, biologische Ressource, aus der sich Ökostrom gewinnen lässt, ist die erdeigene Wärme.

In geothermischen Kraftwerken wird die, in der Erdwärme vorhandene, Energie in Elektrizität  verwandelt, die dann in das Stromnetz eingespeist wird. Die Rohstoffe, welche für die Gewinnung von erneuerbarer Energie genutzt werden, haben wir für Sie aufgelistet:

  • Wind
  • Wasser
  • Sonne
  • Biomasse
  • Erdwärme.

Unser ökologisches Fazit lautet:

Der Anteil an erneuerbaren Energien vom Gesamtstromverbrauch in Deutschland hat im ersten Quartal 2020 erstmalig die 50-Prozent-Grenze überschritten. Diese positive Meldung gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in einer Pressemeldung bekannt.

Der Großteil des Stroms wird also in diesem Zeitraum aus regenerativen Quellen, wie Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme gewonnen. Die Gründe dafür sind jedoch außergewöhnlich, was zur Folge hat, dass die Werte keine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr liefern.

Beispielsweise sind überdurchschnittliche Wetterverhältnisse und der pandemiebedingte Shutdown Gründe für das gute Ergebnis. Trotz der unsicheren Prognose lohnt sich eine Investition in erneuerbare Energien.

Quellen:

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https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/erneuerbaren-anteil-wegen-großer-sondereffekte-erstmals-bei-52-prozent/

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_stillgelegter_Kraftwerke_in_Deutschland

https://www.unendlich-viel-energie.de/erneuerbare-energie/strom-aus-biomasse#:~:text=Biomasse%20kann%20-%20wie%20fossile%20Brennstoffe,einer%20Dampfturbine%20Strom%20zu%20erzeugen.

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